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Heulbojen“ begeistern in Wien Reriker tragen sich ins Goldene Buch ein14.12.2018

Lutz Werner, OSTSEEZEITUNG
Bad Doberan. 14.12.2018
„Heulbojen“ begeistern in Wien Reriker tragen sich ins Goldene Buch ein

Der Shanty-Chor „Reriker Heulbojen“ begeisterte das Publikum beim internationalen Adventssingen in Wien. Für den Chor von der Küste gab es einen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.
Beim Auftritt im Wiener Rathaussaal begeisterten die „Reriker Heulbojen“ das Publikum.
Beim Auftritt im Wiener Rathaussaal begeisterten die „Reriker Heulbojen“ das Publikum. Quelle: Privat
Rerik

Regierungschefs, Präsidenten und gekrönte Häupter haben sich schon in das Goldene Buch der Stadt Wien eingetragen. Wie zuletzt – jedenfalls, was Königshäuser angeht – König Philippe und Königin Mathilde von Belgien im Oktober dieses Jahres bei einem Besuch in Wien. Jetzt sind dort auch die Namen von Horst Schirmer und Klaus Wolfert verzeichnet – Chorleiter und Chorverein-Vorsitzender des Shanty-Chors „Reriker Heulbojen“. Ihre Namen stehen dort „stellvertretend für unseren gesamten Chor“, wie Wolfert betont. Über den Unterschriften prangt auf der Heulbojen-Seite des Goldenen Buchs ein großes Foto vom gesamten Chor.

Auf Einladung der Stadt Wien waren 30 Sänger und Musiker der „Heulbojen“ vom 6. bis 10. Dezember beim 38. Internationalen Adventssingen im Rathaus von Österreichs Hauptstadt dabei. 80 Chöre aus aller Welt, unter anderem aus Österreich, Deutschland, USA, Italien, Finnland, Norwegen, Irland, Tschechien, Ungarn, Südafrika, Spanien, Portugal, Rumänien und Japan, waren in diesem Jahr der Einladung gefolgt. Das Adventssingen erstreckt sich über alle vier Adventswochenenden. Der Chor aus Rerik hatte seinen großen Auftritt im „riesigen fast 100 Meter langen Rathaussaal“ am zurückliegenden zweiten Adventssonntag, so Wolfert. Jeder Chor – neben den Rerikern gestalteten an diesem Nachmittag Chöre aus Südafrika, USA und Spanien das Programm – hatte 30 Minuten Zeit, sich zu präsentieren.

„Wir fielen dabei schon mit unserer maritimen Ausrichtung und Authentizität aus dem Rahmen, wurden aber wahrscheinlich deshalb vom Publikum geradezu gefeiert und waren auch für andere Chöre interessante Ansprechpartner“, so Wolfert. Der Chor aus Rerik begeisterte das Publikum mit Liedern der Seefahrt und maritimen Weihnachtsliedern. „Chormusik, die in der Hauptstadt der Alpen-Republik, zumal in der Adventszeit, nur selten zu hören ist“, merkt Chorleiter Horst Schirmer an.
Chorleiter Horst Schirmer (links) und Vereinsvorsitzender Klaus Wolfert (rechts) präsentieren gemeinsam mit einem Vertreter der Kulturbehörde d
Chorleiter Horst Schirmer (links) und Vereinsvorsitzender Klaus Wolfert (rechts) präsentieren gemeinsam mit einem Vertreter der Kulturbehörde des Rathauses den Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Wien. Quelle: privat

Neben dem großen Ereignis im Rathaus gab es zwei weitere offizielle Auftritte auf einem der vielen Wiener Weihnachtsmärkte und in einer großen Senioren-Residenz. „Und einige spontane Ständchen fürs Publikum, als wir in der Stadt unterwegs waren“, erzählt Wolfert.

„Die Teilnahme an einem so hochkarätigen Chor-Treffen ist für jeden Chor eine große Auszeichnung und auch ein Ansporn für die weitere Arbeit“, so Wolfert. Denn die Auswahlkriterien seien sehr anspruchsvoll. Die „Heulbojen“ mussten ihrer Bewerbung vor einem Jahr CDs beilegen und ausführlich über den Chor und die Auswahl der Lieder, die zu Gehör kommen sollen, informieren. Im April kam dann die offizielle Einladung. „Ich glaube, wir haben im Bewerbungsverfahren mit unserem mehrstimmigen Gesang auf hohem Niveau und eben auch durch das Maritime, das in Wien fasst ein bisschen exotisch ist, punkten können“, schätzt Klaus Wolfert ein.

Die hohe Wertschätzung der Stadt Wien für die teilnehmenden Chöre und der Stellenwert des Adventssingens im Rathaus werde auch dadurch deutlich, dass alle Chöre gebeten wurden, sich ins Goldene Buch einzutragen. Für die „Reriker Heulbojen“ war es die zweite Teilnahme am Adventssingen in Wien. „Wir haben dort schon einmal vor 21 Jahren gesungen. Damals war ich gerade in den Chor eingetreten“, erinnert sich Wolfert.

Hoch geschätzt wurde die Teilnahme der „Reriker Heulbojen“ am Internationalen Adventssingen in Wien auch in der Heimat. „Wir wurden, um das organisatorisch und finanziell stemmen zu können, als musikalische Botschafter von Mecklenburg-Vorpommern von der Stadt Rerik und der Ehrenamtsstiftung des Landes unterstützt. Dafür möchten wir uns bedanken“, sagt Klaus Wolfert.

50 Auftritte – die noch kommenden im Rest-Dezember mitgerechnet – hatten die Laien-Sänger in diesem Jahr. „Im Sommer manchmal bis zu drei Konzerte an einem Wochenende – vor allem in Kühlungsborn und Rerik“, so Wolfert. Aber auch Wittenberge in Brandenburg, Stade in Niedersachsen und die Inseln Usedom und Poel standen auf dem Reise-Plan. Dazu kommen viele Übungsstunden und Proben im Vereinsheim in Rerik.

Verstärkung ist im Chor immer willkommen. Kontakt: 038293/14885.


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